Widmung

Ich widme diese Arbeit den Huren. Den Aussätzigen, Schwachsinnigen, Toren.
Ich widme sie den Häßlichen. Den Armen, Dummen, Gräßlichen.
Ich widme sie den Entwurzelten. Den Entehrten. Den mit sieben Augen bewehrten.
Ich widme sie den Entstellten, Verkrüppelten, hungernden Wölfen.
Ich widme sie den Vaterlosen, Ziellosen, Kinderlosen, Weibslosen.
Jeder Made, die sich irgendwo in einer Ritze windet.
Ich widme sie den Kompostnutzern.
Warzenübersähten Scheißhausputzern.
Den Leierkastenaffen, die die Becken im falschen Rhytmus schlagen, gebrochenen Tanzbären auf ihrem Hoffnungsball und der Sau beim Schlachter.
Ich widme sie den Dienstleuten.
Den Bahnhofsvorstehern.
Dem gewählten Vorstand und Stimmenauszählern in einem afrikanischen Land.
Ich widme sie den Quartalszahlen vom Vorjahr.
Und der Friedensmission.
Der lauthals frohlockenden Botschaft des Herrn.
All jenen zurückgelassenen Drecksäcken, um die sich sonst niemand schert.